Was hilft bei Fibromyalgie?

Chinesische Kräuter gegen Fibromyalgie

Da beim Fibromyalgie-Syndrom (FMS) das Abwehrverhalten des Organismus gegenüber Infekten ursächlich bei der Krankheitsentstehung ist, bildet dieses zugleich den roten Faden für die alternative Therapie. Deren wirksamste und am besten steuerbarste Methode ist die Chinesische Arzneitherapie. Die überwiegend pflanzlichen Bestandteile ermöglichen einerseits die Therapie von akuten Symptomen, andererseits aber auch die Umkehrung der fehlerhaften Immunregulation. Alternative Therapien mit chinesischen Arzneien – auch als Phytotherapie bekannt – bilden die Grundlage bei der Behandlung der Fibromyalgie. Sie mobilisieren und aktivieren das Immunsystem und gelten als wichtigste Behandlungsmethode. Zwei typische Therapie-Schritte sind:

Altlasten mobilisieren und ausleiten:

Zunächst müssen als „Altlasten“ bezeichnende Schlackenstoffe durch die Therapie mobilisiert und ausgeleitet werden. Dazu bedarf es meist bitter schmeckender Rezepturen. Nicht selten geht dieser Therapie-Schritt mit einigen körperlichen Beeinträchtigungen einher. Dies hilft Fibromyalgie-Patienten am Anfang und sorgt für Entlastung.


Frühe, unerledigte Infekte aufspüren:
In der nächsten Behandlungsphase geht es um das Aufspüren oft weit in der Vergangenheit liegender, unerledigter Infekte. Bei manchen Fibromyalgie-Patienten führt dies unter der alternativen Therapie dazu, dass nach Jahren plötzlich wieder eine Bronchitis, eine Mittelohrentzündung oder auch eine Blasenentzündung auftritt. Dieses Nachholen – eine Reaktualisierung – der alten Infekte sollte mit Hilfe chinesischer Akut-Rezepturen so gesteuert werden, dass die Erkältung nicht mehr nach innen geht, sondern den rheumatischen Prozess aus dem Körper herausleitet, beispielsweise über Schleimhäute.

Alle anderen Behandlungen sind um diese zentrale Therapie-Achse angesiedelt. Einen hohen Rang hat beispielsweise das therapeutische Gespräch. Es hilft Fibromyalgie-Patienten bei der Klärung der Krankheitsumstände und soll zum Verständnis für ihre Lage sowie für den Therapie-Verlauf beitragen und sie zu anfallenden Korrekturen der Lebensführung und des Ernährungsverhaltens anleiten. Ein vielfältiges Angebot an „äußeren“ Therapien hilft bei der unmittelbaren Symptomlinderung der Fibromyalgie und unterstützt die Arzneitherapien. Schröpfen, Körpertherapien wie Shiatsu, Tuina, Psychotonik nach Glaser und Fuß-Reflexzonen-Behandlung gehören dazu.


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