Fibromyalgie – herkömmliche Diagnose-Methoden versagen

Drücken der Tender-Points

Das Fibromyalgie-Syndrom (FMS) kann den Erfahrungen der Klinik nach nur schwerlich bis gar nicht durch herkömmliche, schulmedizinische Diagnose-Methoden nachgewiesen werden.

Laboruntersuchungen sind kaum möglich und auch die oft genannten Tender Points sind gar nicht so typisch für Fibromyalgie-Patienten. Dabei prüft der Arzt die Schmerzempfindlichkeit bestimmter Körperstellen. Reagieren mindestens 11 der insgesamt 18 Hauptschmerzpunkte spontan schmerzhaft auf Druck, diagnostizieren Mediziner das Fibromyalgie-Syndrom. Doch diese körperliche Symptomatik findet man auch bei anderen schmerzhaften Erkrankungen der Weichteile.

Im Gegensatz dazu widmet sich die Chinesische Medizin vielmehr der Symptomsprache des Menschen und interpretiert sie entsprechend. Am Beispiel Müdigkeit lässt sich dies gut erklären: Müdigkeit aus Chinesischer Sicht bedeutet, die stoffliche Bewältigung, also die innere Arbeit, das Sortieren, das Klären und die Ausscheidung, bindet alle Energien und macht müde. Der ursächliche Faktor der Müdigkeit ist nach Auffassung der alternativen Medizin die Feuchtigkeit. Auch die dumpfen, lähmenden Schmerzen bei der Fibromyalgie sowie das Gefühl von Nebel im Kopf schreiben die Chinesen der Feuchtigkeit zu. Junge Fibromyalgie-Patienten sprechen in unserer Klinik oft vom Fibro-fog und beschreiben damit Probleme mit der Konzentration, Aufmerksamkeit und der Unfähigkeit komplexe Aufgaben zu lösen. Es sei wie das Gefühl, in einer Wolke zu stecken. Auch dies lässt sich auf den Krankheitsfaktor Feuchtigkeit zurückführen.


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