Diagnose der Fibromyalgie – Befragen ist wichtiger Bestandteil

Arzt befragt FMS-Patientin

Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie der Fibromyalgie (FMS) ist die umfassende Einsicht in die individuelle Krankheitskonstellation. Daher ist das intensive Arztgespräch mit einer Fülle von Fragen wichtigster Bestandteil der Diagnose-Stellung. Der Arzt muss wissen, wie der Schmerz genau beschaffen ist, wie sich die Symptomatik etwa mit den Jahreszeiten oder den psychischen Belastungen verändert.

Beispielfragen bei der Diagnose-Erhebung nach Chinesischer Sicht sind:

  • Wie ist der Körper bisher mit Infekten zum Beispiel der Atemwege umgegangen?
  • Sind Schmerzen und Müdigkeit von der Nahrungsaufnahme abhängig, gibt es Nahrungsmittelunverträglichkeiten?
  • Wie ändert sich das Empfinden der Fibromyalgie-Patientin im Verlauf des weiblichen Zyklus?
  • Wie ist die Qualität der Schmerzen? Ist er bohrend oder dumpf-lähmend oder wechselt er den Ort?
  • Wie ändern sich die Symptome mit dem Tag-Nacht-Rhythmus, mit den Jahreszeiten, mit dem Wetter etc.?
  • Wie ist das Temperaturempfinden?
  • Wie ist das genaue zeitliche Verhältnis der einzelnen Fibromyalgie-Symptome? Treten sie gleichzeitig auf oder lösen sich ab?


Was das Gespräch mit dem Patienten zu Tage fördert, wird durch die Diagnose von Puls und Zunge, bestätigt, ergänzt und korrigiert. Auch das Abwehrverhalten des Organismus gegenüber Infekten ist Leitmotiv der Diagnose der Krankheitsentstehung – es bildet auch den roten Faden für die Therapie.


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